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Zusammenschnitt des Gottesdienstes vom 26.04.2020

Zusammenschnitt des Gottesdienstes vom 26.04.2020

Für den Gottesdienst heute haben wir ein Bibelwort, das steht im Matthäus 28 da heißt es im 19. und 20. Vers: Darum geht hin und lehrt alle Völker, tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt Sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Wir leben in einer bewegten Zeit. Von den kirchlichen Festtagen gesehen leben wir zwischen dem Osterfest und der Himmelfahrt Christi. Und wenn man da zurückschaut in das, was in der Heiligen Schrift über diese Zeit berichtet ist, insbesondere der Jünger der Apostel. Dann haben Sie in dieser Zeit zwischen Ostern und Himmelfahrt einige Begegnungen gehabt mit dem Auferstandenen. Diese Begegnung haben Sie überrascht und erfreut. Und sie haben auch durch seine Worte, die er ihnen entgegen gebracht hat, an der einen oder anderen Stelle Friede sei mit euch einen besonderen Frieden und eine besondere Sicherheit empfunden. Durch seine Anwesenheit.

Wenn wir Gottesdienst erleben, ob nun sonst vor einigen Wochen in den Gemeinden vereint oder jetzt in den Wohnzimmern durch die Technik möglich. Soll ein jeder merken und verspüren, dass Jesus Christus Gott und sein Sohn unter uns sind. Für jeden da sind uns mit der geistigen Anwesenheit erfreuen und ein besonderer Friede und ein besonderer Trost.
In unsere Herzen zieht, auch wenn wir jetzt nicht Gemeinschaft haben, wie wir das sonst kennen, auch wenn wir Jesus Christus nicht sehen als Mensch.
Aber wir wollen spüren, dass Gott. Mit seiner Liebe, mit seiner Gnade für uns da ist. Warum hat er seinen Sohn Mensch werden lassen? Ja, dass er für uns das Opfer bringt, für unsere Sünden stirbt und einen Weg legt, wie die Menschen wieder in die ewige Gemeinschaft mit Gott zurückkommen können.
Manch einer sagt der Glaube ist Privatsache. Es ist privat in dem Moment, in dem sich jeder entscheidet. Das ist wirklich Privatangelegenheit, ob man an Gott und seinen Sohn Jesus Christus glaubt. Das muss jeder selbst entscheiden, aber entscheidet man sich für diese Sache, dann ist es ein Gemeinschaftswerk. Dann ist es etwas, woran wir uns in der Gemeinschaft erfreuen können.
Es gibt ja viele Lebenssituationen, gerade jetzt in dieser Zeit besondere Dinge, die uns bewegen, Einschränkungen, die unser Leben einschränken. Nicht nur, was den Gottesdienst Besuch betrifft, sondern überhaupt. Und es fehlt uns oftmals an der wirklichen Gemeinschaft. Wir merken jetzt, wie wohltuend ist das? Glaube, ein Gemeinschaftswerk ist, dass wir gemeinsam diesen Weg gehen können. Und dazu? Können wir aus Freude. Aus Begeisterung, aus Überzeugung, aus Liebe zu Gott und seinem Werk nur einladen. Mit uns diesen Weg zu gehen, mit uns daran zu erfreuen, dass wir gemeinsam glauben können.

In der damaligen Zeit, als die Jünger dann Begegnung hatten mit dem Auferstandenen. Dann war er ja zeitweise für Sie da und erlebbar. Und dann wieder eben nicht. Und da kam sicherlich die Frage auf. Wie geht das jetzt weiter? Sehen wir ihn nochmal, erleben wir ihn nochmal? Wie lange dauert das jetzt an? Auch unser natürliches Leben ist ständig.

Von dieser Frage geprägt, das hat mich so bewegt und beschäftigt. Nehmen wir die aktuelle Situation. Da fragt sich jeder: Wie lange geht das noch? Wie lange dauert das jetzt an? Wie lange hält das an? Wie lange halten wir das aus? Aber auch geistiger Weise.

Wenn wir unser Ziel betrachten, dass wir als neuapostolische Christen haben, dass wir auf die Wiederkunft des Gottes Sohnes warten, wenn man sich mit dem Glauben beschäftigt, kommt die Frage. Wie lange noch? Wir lieben und wir bekommen darauf keine Antwort. Es gilt einfach das. in unserem Herzen zu tragen, was Jesus Christus hier in dem Ende des Matthäus-Evangelium, seinen Jüngern, seinen Nachfolgern, seinen Aposteln mit auf den Weg gegeben hat.
Es heißt ja dazu vor oder man spricht über den Missionsbefehl, das ist so die Überschrift.
Und er hat den Aposteln gesagt, bevor er Himmelfahrt gehalten hat: „Darum geht hin und lehret alle Völker“. Das war Ihr Auftrag, den Sie bekommen haben. Und wenn wir uns als Christen in die Nachfolge Christi stellen, dann ist das nicht nur Aufgabe der Jünger damals der Apostel damals, der Apostel heute, sondern wir alle als Christen, die an Jesus Christus glauben, die an sein Wiederkommen glauben, wollen uns in die Nachfolge Christi stellen und damit heißt es auch für uns „Gehet hin, gehet hin und lehret alle Völker.
Das ist jetzt nicht wörtlich zu verstehen, aber dieses Gehet hin ist ja mit einem Standortwechsel verbunden. Und wenn man nur zum nächsten geht, zum Nachbarn, zum Freund geht und von dem erzählt, was einen glücklich macht, was einen bewegt, das ist auch ein Hingehen zum nächsten und manchmal muss man seinen ganz persönlichen Standort verlassen.
Wir sind manchmal als Menschen so dazu geneigt einzuschätzen, zu kategorisieren. Wir teilen vielleicht ein in Arm und Reich, Jung und Alt, sympathisch und unsympathisch. Aber gehet hin heißt auch zu dem zu gehen, der gerade Hilfe braucht. Jesus Christus hat gesagt: „Was er einem meiner geringsten getan habt, das habt ihr mir getan“. Das ist Gehet hin, das ist Auftrag des christlichen Gemeinschaftswerks, hinzugehen zu dem, der Hilfe braucht, hinzugehen und zu helfen, ob arm oder reich, jung oder alt, sympathisch oder nicht so sympathisch ist. Weshalb machen wir das? Um unseren christlichen Auftrag zu erfüllen aus Nächstenliebe, aus Begeisterung. Jesus zur Ehr haben wir gesungen.

Ich habe so einen Gedanken im Vorfeld des Gottesdienstes gelesen, weil Begeisterung für eine Sache, das kann ja auch wie ein Strohfeuer sein, was plötzlich wieder aus ist, was einmal kurz aufflammt und was nicht von Dauer ist. Aber ich habe gelesen, dass Begeisterung in Verbindung mit Herzenswärme und mit Liebe ein unschlagbares Duo ist. Dann wird Überzeugung daraus. Dann tut man etwas aus tiefster Überzeugung, weil der Glaube Gewissheit geworden ist.
Wir leben hier in dem Gemeinschaftswerk, wo es heißt Gehet hin und lehret geht es nicht darum, Erfolg zu haben, sondern Jesus zur Ehre, weil Jesus Christus als Gottes Sohn Mensch geworden ist, für uns am Kreuz gestorben ist, wir Sündenvergebung haben. Er hat uns ein Evangelium gebracht, eine frohe Botschaft, die darin mündet, dass er wiederkommen wird und die Gläubigen, die sich darauf bereiten lassen, in die ewige Herrlichkeit mit Gott und seinem Sohn führen will und das ist bisher unser Leben gewesen. Das wollen wir in den Mittelpunkt unseres Lebens stellen. Jesus zur Ehr, nicht um eigene Ehre, nicht um Dinge, die uns selbst wohl tun, sondern aus tiefster Überzeugung, Begeisterung gepaart mit Liebe, mit Herzenswärme, etwas verbreiten und nicht aufdringlich, sondern diese Botschaft weitertragen, dass es Gott gibt, dass er den Menschen geschaffen hat zum ewigen Leben.
Ihr lieben und deshalb gehet hin und lehret alle Völker, und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Ihr lieben Brüder und Schwestern, wir lieben alle, die ihr heute diesen Gottesdienst mitverfolgt. Ich bin ja geborgen in Jesu. Das erklang instrumental von der Orgel. Und das ist so ein schöner Trost, der auch in unserem heutigen Bibelwort mit verankert ist.
Ich habe diese beiden Verse einfach in dieser wunderbaren Kombination gesehen. Zum einen die Aufforderung, etwas zu tun, loszugehen, aktiv zu sein. Aber nicht auf sich allein gestellt. Denn Jesus sagt dazu Ich bin bei dir. Dieses Hingehen, das zeugt ja auch von Aktivität von sich bewegen, etwas tun. Wir genießen auch gern die Rolle der Konsumenten, setzen uns an den gedeckten Tisch und lassen uns bedienen.
Und das ist sicherlich auch einmal schön und angenehm. Aber es darf eben nicht dazu führen, dass wir das so beibehalten und uns zurücklehnen. Und das Wirken den anderen überlassen, denn wir wissen ganz genau, das würde in einer Gesellschaft, in einer Familie, egal in welcher Zusammenstellung von Menschen, dann nicht funktionieren.
Deshalb heißt dieses Gehet hin, was an die Apostel gerichtet war auch heute dir und mir. Dass wir das tun, was uns aus dem Evangelium entgegengebracht ist nun ist unsere Aktivität ja in dieser besonderen Zeit doch etwas eingeschränkt, muss man sagen. Aber dennoch können wir etwas tun. Und können einen Kranken anrufen und ihn trösten. Können jemand, der traurig ist, Mut und Zuversicht zusprechen und können ganz besonders auch als Christin unsere Hände falten und beten. Es heißt ja von Jesus Christus, dass er sein Leben lehrte und seiner Lehre lebte, dass das ganz zusammen gehörte. Er hat nicht irgendetwas gepredigt, was er nicht selbst getan hätte, sondern das war einfach immer authentisch. Und das spricht auch uns aus diesem Wort an lebe, dem Evangelium gemäß und lasst das aufleuchten in unserer Zeit. In der Nächstenliebe, so haben wir das gehört, in dem Dasein für den anderen etwas tun, ohne vielleicht dafür auch etwas zu erhalten.

Einfach aus der Liebe getrieben zu Christus und überzeugt vom Glauben, denn nur das wirkt wirklich in unserer Zeit. Und weil wir von diesem Glauben überzeugt sind und darin Sicherheit und Halt finden, auch in einer Zeit, wo es eben ganz schwierig ist für den einen und anderen, der vielleicht allein, der seine Arbeit verloren hat, der krank ist, der mit dem Leben kämpft. Dass wir diese Sicherheit aus dem Evangelium aus dem Glauben deutlich machen, um so das weiterzugeben, wovon wir eben selbst überzeugt und wovon wir erfüllt sind. Und bei dieser Aufgabe ist Jesus mit uns alle Tage. Und das ist so ein tröstliches Umarmen, was wir in dieser Zeit so sehr vermissen. Und gerne hätten.

Jesus Christus umarmt uns heute Morgen und ruft dir und mir zu: Ich bin bei euch alle Tage und freue mich auf das gemeinsame Wiedersehen im Reich Gottes.


Datum: 26.04.2020
Quelle: NAK Berlin-Brandenburg




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