Empfindungen eines Gehörlosen

Du hörest der Deinen so liebliche Worte
und lauschest der Vögel vielstimmigen Chor,
dem Summen und Schwirren an grasigem Orte.
Die Töne der Lüfte erreichen Dein Ohr.

Es rascheln die Blätter in herbstlichen Zeiten.
Im Walde, da knistert`s leis um Dich herum.
Und rauschende Wogen verkünden Gezeiten.
In nicht einem Winkel der Erde ist`s stumm.

Die Glocken im Kirchturme lassen erklingen
die Stunden, die vielen, die eilen durchs Jahr.
Du freust Dich am Lied, das die Kinder Dir singen.
Und andächtig hörst Du das Wort vom Altar.

Am Tonfall erkennst Du, ob lieb oder bitter
ein Mensch Dir erwidert und zu Dir auch spricht.
Der grollende Donner begleitet Gewitter -
doch all die Geräusche, die kenne ich nicht......

Du ahnst nicht entfernt, wie es mich hat verdrossen,
dass niemals ich hörte den leisesten Laut
vom Mund meiner Mutter. Mein Ohr ist verschlossen.
Doch dank ich, ja dank ich, dass ich sie geschaut!

Quelle: Bodo Iloff



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