Chronik Norddeutschland

1955:
Durch die Hochzeit mit einer neuapostolischen Schwester kam der gehörlose Hans B. zum Glauben und wurde im August desselben Jahres versiegelt. Seine Frau vermittelte ihm die Inhalte der Gottesdienste.

1967/68:
Die gehörlose junge Schwester Jutta H. fuhr mit ihrem Bruder zu den Gottesdiensten für Gehörlose nach Dortmund, NRW. Es gab im Apostelbezirk Hamburg fünf gehörlose Geschwister, die jeweils am Wohnort die Gottesdienste besuchten.

1978:
Bezirksapostel Knobloch beauftragte Schwester W. aus Kiel, einmal monatlich den Gottesdienst für die Gehörlosen zu übersetzen. Am 8. April 1979 fand der erste Gottesdienst mit Übersetzung in Hamburg-Altona statt. Zu diesen Gottesdiensten kamen regelmäßig fünf Geschwister:

Bruder R. aus Bad Bevensen
Bruder G. aus Hamburg
Bruder B. aus Wedel
Bruder K. aus Bargteheide
Schwester Sch. aus Stade

1980:
Am 27. Januar 1980 diente Bezirksapostel Knobloch den Geschwistern in Hamburg-Altona. Die Übersetzung dieses Gottesdienstes durch Schwester W. war für unsere hörbehinderten Geschwister ein besonderes Erleben.

1982:
Stammapostel Urwyler diente im CCH, auch hier wurde übersetzt. Zum ersten Mal ein Stammapostel-Gottesdienst.

1983:
Am 27. Mai 1983 gab es ein besonderes Erleben für die hörbehinderten Geschwister. Stammapostel Urwyler kam mit den ihn begleitenden Aposteln in den Nebenraum, wo übersetzt wurde. Einer der Apostel war der Bezirksapostel Tansasami, der in der Gebärdensprache zu unseren Geschwistern sprach. Unvergessene Momente!

1987:
Apostel Drave beauftragt den Priester Hilmer aus Stade mit der Betreuung der hörbehinderten Geschwister. Bald erweiterte sich der Kreis der tätigen Betreuer:

Schwester W., Kiel
Schwester S., Oldesloe
Schwester R., Bargteheide
Hirte R. und Frau, Heide

1989:
In Husum in Schleswig-Holstein wird eine junge gehörlose Schwester, Yvonne M., konfirmiert. Priester Gill aus der dortigen Gemeinde hatte in liebevoller Arbeit den Konfirmandenunterricht durchgeführt.

1990:
Eine Rundfrage des Bezirksapostels im Jahre 1990 über die Bezirksältesten ergab, dass in Heide zwei junge Schwestern, Andrea K. und Daniela K., in Heimen sowie in Cuxhaven ein junger Bruder (Benjamin B.) lebten und in Quickborn ein Bruder (Walter T.), die alle gehörlos sind. Damit war der Kreis jetzt auf zehn Geschwister angewachsen.

1991:
Am 21. April 1991 wurde in Hamburg-Altona der erste Gottesdienst für Hörgeschädigte und Hörende von Priester Knigge (jetzt Bischof Knigge) aus Braunschweig durchgeführt. Priester Hilmer diente mit.
Im gleichen Jahr wurde auf Anregung des Apostels Drave ein gemeinsamer Ausflug der gehörlosen Geschwister und der Betreuer mit dem Bischof Fabian und dem Bezirksältesten Schacht gemacht.

1992:
Ab dem 22. Februar 1992 wurden nun im Bezirk Hamburg Gottesdienste speziell für Hörbehinderte in Gebärdensprache und Sprache für Hörende durchgeführt. Somit war die Gemeinde jeweils mit eingebunden. Hausbesuche fanden gemeinsam mit dem Vorsteher oder örtlichen Brüdern statt.

1993:
Konfirmation in Cuxhaven. Der gehörlose Bruder Benjamin B. wird durch den Vorsteher und Hirten U. Hempel konfirmiert. Der Gottesdienst wurde vom Hirten Hilmer, der auch den Konfirmandenunterricht durchgeführt hatte, übersetzt.

1994:
Apostel Schumacher übernimmt die Versorgung der hörbehinderten Geschwister im Apostelbezirk Hamburg und hält am 10. Februar 1994 den ersten Gottesdienst. Ab jetzt erfolgt regelmäßig in jedem Jahr ein Gottesdienst mit Apostel Schumacher, der in die Gebärdensprache übersetzt wird. Monatlich findet ein Gottesdienst jeweils in einer Gemeinde, in der hörbehinderte Geschwister wohnen, statt. Somit ergibt sich ein Ausgleich im Anfahrtsweg. Zu Beginn jeden Jahres kommen der Apostel und die Betreuer zu einer Besprechung zusammen. Außerdem wird auch in jedem Jahr ein gemeinsamer Ausflug veranstaltet.

1995:
Aus Berlin zieht die Familie Wendel nach Hamburg. Der Bruder und seine beiden Töchter sind schwerhörig. Dieser Bruder hat 1996 für die Gemeinde Hamburg-Eimsbüttel das Unterdiakonenamt und 1999 das Diakonenamt empfangen.

Bruder P. aus Berlin zieht nach Stade. Er war bereits dort in der Gehörlosenarbeit tätig. Eine wertvolle Hilfe für die Geschwister und den Hirten Hilmer. Auch die Geschwister Anja F. aus Kiel und Elisabeth B. aus Oldesloh ergänzen den Kreis der Betreuer.

1999:
Auf der Rückfahrt vom ersten bundesweiten Gehörlosen-Treffen in Bielefeld (NRW) bittet ein Gast um Aufnahme. Diese wird am 11. Juli 1999 in Stade durchgeführt und am 19. Dezember 1999 ist die Versiegelung unserer nunmehrigen Schwester Nelly P. In diesem Jahr erhielt am 26. September 1999 Diakon P. das Priesteramt.

Ein junger schwerhöriger Bruder zieht von Magdeburg nach Neumünster und verstärkt den Kreis der Hörbehinderten.

2000:
Am 17. Juni 2000 findet das zweite bundesweite Gehörlosen-Treffen in Stade statt. Apostel Schumacher leitete den Gottesdienst und der Apostel Homburg diente mit. Zu diesem Gottesdienst erhielten wir 237 Anmeldungen, anwesend waren dann tatsächlich 353 Teilnehmer. Die Durchführung, das gemeinsame Erleben der beiden Tage, die enge Verbindung und die Gemeinschaft hat Kraft und unendlich viel Freude gewirkt, die bis heute anhält. Hier wirkte auch zum ersten Mal unser Gehörlosen-Chor mit. Der Chor der Hörenden sang Text und Melodie, die Gehörlosen gebärdeten im Takt und Text mit.

In diesem Jahr wurde unsere Schwester Petra Sch. mit ihrem Sohn Jan versiegelt. Der ebenfalls gehörlose Ehemann hat an der Versiegelungshandlung teilgenommen und besucht als Gast seitdem die besonderen Gehörlosendienste.

2001:
Auch in diesem Jahr finden weiter die monatlichen Gottesdienste statt, mit dem Höhepunkt des dritten bundesweiten Hörbehinderten-Treffens in Hildesheim im Apostelbezirk Hannover mit dem Bezirksapostel Klingler.

Eine Seele durfte zur Gemeinde der gehörlosen Geschwister hinzukommen und versiegelt werden. Diese Handlung an unserer Schwester Renate W. geschah in einer ganz besonderen Feierstunde im Krankenhaus in Buxtehude durch unseren Apostel Schumacher. Dieses war nötig, weil der Gesundheitszustand unserer Glaubensschwester sehr bedenklich war. An diesem ergreifenden Erleben nahm auch der Lebensgefährte von Schwester W. teil. Entgegen aller ärztlicher Voraussage geht es unserer Schwester wieder besser und sie besucht freudig die Gottesdienste.

2002:
Die monatlichen Gottesdienste für Hörbehinderte finden in diesem Jahr ihren Höhepunkt im vierten bundesweiten Hörbehinderten-Treffen, das in Ludwigsburg, Apostelbezirk Stuttgart mit dem Bezirksapostel Saur erlebt werden durfte.

Besonders dankbar sind wir für eine weitere Seele, Bruder Heinz M., der Lebensgefährte von Schwester W.. Auch er konnte aufgenommen und versiegelt werden.

Freude bereiten auch die Gäste, die wir immer wieder in diesen besonderen Gottesdiensten begrüßen können.

2003:
Am 27. und 28. Juni 2003 gab es in Berlin ein Wiedersehen beim fünften Hörbehinderten-Treffen mit vielen Hörbehinderten und Betreuern.

Der Schiffsausflug durch die Hauptstadt wurde durch den Bezirksapostel Schröder begleitet. Der Gottesdienst am Sonntag wurde ebenfalls vom Bezirksapostel gehalten. In seiner Begleitung befand sich unter anderen auch der Apostel Behr.

Aus unserem Hamburger Bezirk konnten wir zu diesem Treffen vier gehörlose Gäste mitnehmen.

Nun stehen wir in freudiger Erwartung des sechsten Gehörlosen-Treffens in Rheda-Wiedenbrück mit unserem Stammapostel.

(J.H.)


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